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Kirchliche Zeitgeschichte

Internationale Zeitschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft
Contempary Church History - International Journal for Theology and History
Die Zeitschrift „Kirchliche Zeitgeschichte“ erforscht kirchengeschichtliche Themen dieses Jahrhunderts über Konfessionen, Grenzen und Ideologien hinweg. Der Herausgeberkreis, Kirchenhistoriker aus West-, Nord-, Mittel- und Osteuropa sowie aus Nordamerika, sieht die Aufgabe kirchlicher Zeitgeschichte darin, die jüngste Vergangenheit multiperspektivisch darzustellen, um so zu begründeten Urteilen vorzudringen.
  

Religion als Bedrohung oder Hafen - religiöse Stereotypen in medialen Vermittlungen des 20. Jahrhundert

Konferenz des Herausgeberkreises Contemporary Church History / Kirchliche Zeitgeschichte  vom 14.-16. November 2018 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
In Kooperation mit der Arbeitsstelle für Historische Stereotypenforschung im Institut für Geschichte und dem Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik

Religion as threat or harbor - religious stereotypes in medialisation during the 20th century


Conference of Contemporary Church History / Kirchliche Zeitgeschichte, November 14-16, 2018 at the Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
In cooperation with the Arbeitsstelle für Historische Stereotypenforschung at the Institute of History and the Institute Protestant Theology and Religious Education

Call of Paper:
Religion als Bedrohung oder Hafen - religiöse Stereotypen in medialen Vermittlungen des 20. Jahrhundert - Oldenburg 11/18



Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Universität Oldenburg; Arbeitsstelle Historische Stereotypenforschung im Institut für Geschichte der Universität Oldenburg;

Herausgeberkreis Contemporary Church History / Kirchliche Zeitgeschichte - Internationale Zeitschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft 14.11.2018 – 16.11.2018, Oldenburg, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Deadline: 15.02.2018

Die wechselseitige Wahrnehmung unterschiedlicher Religionen und Konfessionen bzw. religiöser Gruppen ist ein interdisziplinäres Anliegen, dem sich die Forschung in komparativer Weise und mehrere Fachwissenschaften einbeziehend bisher kaum gewidmet hat. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, Ansätze der Historischen Stereotypenforschung mit religionswissenschaftlichen und kirchenhistorischen Perspektiven ins Gespräch zu bringen. Dabei handelt es sich um religiöse und konfessionelle Stereotypen - also um Heterostereotypen (Fremdbilder) und Autostereotypen (Selbstbilder) religiöser und konfessioneller Gruppen.
Die Konferenz konzentriert sich auf die Rolle von Stereotypen der drei monotheistischen Religionen Christentum, Islam und Judentum samt all ihren Binnendifferenzierungen, auf das 20. Jahrhundert und auf die mediale Vermittlung (im breiteren Sinn des Wortes Medium) der Stereotypen.
Thematisiert sollen nicht nur die Beschreibung stereotyper Selbst- und Fremdwahrnehmungen werden, sondern es sind gleichzeitig funktionale, analytische Fragen zu stellen. Die Frage nach einer möglichen Funktion von Stereotypen zur Stabilisierung von Gruppenidentitäten (z. B. Nationen) sollte analog auch im Bereich der Wahrnehmungen von Religionen und Konfessionen und ihrer Institutionen gestellt werden. Es geht also um die Identitätsrelevanz religiös konnotierter Stereotypen ebenso wie um das Verhältnis von Hetero- und Autostereotypen in diesem Bereich. Da religiöse Stereotypen kaum isoliert existieren, sind natürlich dabei auch die Interferenzen zwischen Religion/Konfession und Kultur, Politik und Nation zu untersuchen. Die Relevanz des Themas für interreligiöse, interkonfessionelle und interkulturelle Beziehungen liegt auf der Hand und sollte auch thematisiert werden. Dabei wird vorgeschlagen, von einem Verständnis von Stereotypen als emotional aufgeladene Verallgemeinerungen auszugehen und auf dieser Basis die aus- und abgrenzenden Funktionen zu untersuchen.


Konferenzsprache ist Deutsch. Referate können auch auf Englisch gehalten werden. Das zumindest passive Verständnis des Deutschen wird vorausgesetzt (Simultanübersetzung ist nicht vorgesehen).
Die Beiträge werden anschließend in der internationalen Zeitschrift Contemporary Church History / Kirchliche Zeitgeschichte veröffentlicht.


Organisation: - Prof. Dr. Andrea Strübind, Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Herausgeberin der Zeitschrift für Kirchliche Zeitgeschichte, - Prof. em. Dr. Hans Henning Hahn, Arbeitsstelle für Historische Stereotypenforschung am Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, - PD Dr. Tobias Weger, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa

Interessierte Wissenschaftler/innen werden gebeten, bis zum 15. Februar 2018 ein Abstract (ca. 500 Worte) ihres geplanten Beitrags an folgende Mailadresse zu senden: andrea.struebind@uni-oldenburg.de.

Die Auswahl der Vorträge erfolgt bis zum 15. März 2018. Die Tagung findet vorbehaltlich einer Förderung durch wissenschaftliche Stiftungen statt.



Folgende Sektionen sind vorgesehen:

Sektion I: Stereotypenforschung und Religion. Methodische Überlegungen

In dieser Sektion sollten die wissenschaftlichen Ansätze verschiedener Disziplinen und die Rezeption der Stereotypenforschung in den beteiligten Fachwissenschaften behandelt werden.

Sektion II: Religiös konnotierte Genderstereotypen Vorstellungen, dass die diversen Rollen der Geschlechter religions- oder gar konfessionsspezifisch geprägt seien, sind sehr verbreitet und spielen für die Stereotypisierungen eine große Rolle. Die Interferenz zu kulturellem Wandel ist offensichtlich. In dieser Sektion sollten solche geschlechtsspezifischen Bilder für das 20./21. Jahrhundert untersucht werden. Bekleidung bzw. Kleiderordnungen, sexuelle Zuschreibungen ("lüsterner Sarazene", Harem, Verschleierung), Bilder von Körperlichkeit bzw. deren Ablehnung usw. gehören ebenfalls dazu.

Sektion III: Didaktische Dimension religiöser Stereotypen

Mögliche Themen sind hier das Bild bestimmter Religionen und/oder Konfessionen in öffentlich-rechtlichen Medien; das Bild des Islam, des Judentums und des Christentums in europäischen Schulbüchern; didaktische Probleme des Vermittelns von Wissen über fremde Religionen/Konfessionen im Schulunterricht (Geschichtsunterricht, Religionsunterricht, Geo– graphieunterricht), die Thematisierung von religiösen Themen in Ausstellungen und Museen u. ä.

Sektion IV: Auto- und Heterostereotypen in der Binnendifferenzierung monotheistischer Religionen

Auch wenn der Begriff Konfession nur auf das Christentum anzuwenden ist, finden sich in den drei monotheistischen Religionen unterschiedliche Denominationen bzw. religiöse Gruppen, die sich wechselseitig stereotypisieren. Solche 'konfessionelle' Stereotypen lassen sich also für alle drei Religionen untersuchen. Interessant wäre auch das Verhältnis von religiösen zu konfessionellen Stereotypen zu untersuchen. Ebenso ist die Interferenz zwischen konfessionellen und nationalen Stereotypen sowie auch die Interferenz zu Fortschrittsvorstellungen zu thematisieren. Zur stereotypisierten Konfessionalität gehören auch Vorstellungen religiöser Devianz (Sektenvorwurf).

Sektion V: Religiöse Stereotypen in fiktionalen Darstellungen und Verschwörungstheorien

Fremde Religionen werden gerade in fiktionalen Werken oft stereotypisiert und der eignen kontrastiv gegenübergestellt. Gleichzeitig wird Religion (gleich welcher Denomination) aber auch generell stereotypisiert und der vermeintlich aufgeklärt-säkularen Welt gegenübergestellt. Dass einigen Religionen Weltverschwörungsprojekte (z.B. "jüdische Weltverschwörung", Jesuiten, Eurabia) nachgesagt werden, lädt dazu ein, diesen Zusammenhang auch auf einer komparativen Basis zu untersuchen.


Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im
östlichen Europa (BKGE)

Johann-Justus-Weg 147a,

26127 Oldenburg (Oldb.)
+49 441 96195-17
Tobias.Weger@bkge.uni-oldenburg.de



Religion as threat or harbor – religious stereotypes in medialisations during the 20th century



Place: Oldenburg (Oldb.), Germany
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Organizers:
Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Universität Oldenburg; Arbeitsstelle Historische Stereotypenforschung im Institut für Geschichte der Universität Oldenburg; Herausgeberkreis Contemporary Church History / Kirchliche Zeitgeschichte – Internationale Zeitschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft

Date: 14.11.2018 - 16.11.2018

Proposals until:15.02.2018

The reciprocal perception of different religions and religious confessions or religious groups are an interdisciplinary issue rarely taken into account by researchers in a comparative and multidisciplinary way. This conference aims to bring together approaches of the historical research on stereotypes with perspectives of religious science and church history. We are dealing with religious and confessional stereotypes – i.e. heterostereotypes (interpersonal perceptions) and autostereotypes (self-perceptions) of religious and confessional groups. The conference focuses on the role of stereotypes of the three monotheistic religions Christianity, Islam and Judaism with all their inner differentiations, on the 20th century and on medialisation of stereotypes (taking into account a broad meaning of media).

The papers should not only describe stereotypical self- and interpersonal perceptions, but should also deal with their function and analysis. The question of the possible function of stereotypes in order to stabilize group identities (for instance of nations) should also be asked in the context of perceptions of religions and confessions and their institutions. The aim is to find out the relevance of religious stereotypes for identity constructions and the relation between hetero- and autostereotypes in this field. As religious stereotypes barely exist for themselves, the interferences between religion/confession and culture, politics and nation also are worth being examined.

The relevance of this topic for interreligious, interconfessional and intercultural relations is evident and should be also considered. We suggest

to consider a definition of stereotypes as emotional generalizations and to examine including and excluding functions on this basis.

The conference languages are German and English. Papers can be given in both languages. We assume that all participants have at least a passive knowledge of German, as no simultaneous translation will be provided.

The papers shall be published after the conference in a special issue of Contemporary Church History / Kirchliche Zeitgeschichte.

Organization:
- Prof. Dr. Andrea Strübind, Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Chief editor of Zeitschrift für Kirchliche Zeitgeschichte,
- Prof. em. Dr. Hans Henning Hahn, Arbeitsstelle für Historische Stereotypenforschung am Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg,
- PD Dr. Tobias Weger, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa

Please send your proposals for papers (ca. 500 words) by February 15, 2018, to the following email address: andrea.struebind@uni-oldenburg.de. A selection of these proposals will be made by March 15, 2018.

The conference will take place conditionally upon financing by academic foundations.

Program
The following panels are planned:

Panel I:Historical research on stereotypes and religion.

Methodological reflections This panel shall deal with different scholarly approaches of various disciplines and the reception of research on stereotypes in the concerned disciplines.

Panel II:Religious gender stereotypes


The idea that the diverse gender roles are influenced by religions or even confessions is widespread and have an important role for stereotypization. The interference with cultural change is obvious. This panel shall deal with such gender imaginations during the 20th and 21st centuries. This includes clothing or clothing rules, sexual attributions (the“voluptuous Saracen”, harem, veiling), images of corporeality or their refusal.

Panel III:The didactic dimension of religious stereotypes


Possible topics are here the image of certain religions and/or confessions in public media; the images of Islam, Judaism and Christianity in European textbooks; didactic problems of mediating knowledge on other religions/confessions in school teaching (history, religious education, geography), the thematic presentation of religious topics in exhibitions and museums etc.

Panel IV:Auto- und heterostereotypes in the inner differenciation of monotheistic religions.


Even though the term “confession” only applies for Christianity, there are different denominations or religious groups within each of the three monotheistic religions, stereotyping each other. Such confessional stereotypes can be examined for all three religions. The relation between religious and confessional stereotypes could also be an interesting field of research, as well as the interference with ideas of progress. Confessional stereotypes also include the idea of religious deviant (the accusation of being sectarian).

Panel V:Religious stereotypes in fictional representations and conspiracy theories


Other religions are often stereotypized in fictional artifacts and contrasted with the own religious conviction. At the same time generally religions are stereotypized and confronted with the alleged enlightened-secular world. Some religions are accused of conspiracy projects (for instance the so called Jewish world conspiracy, the Jesuits, Eurabia); this should be taken as an opportunity to investigate this connection on a comparative basis.
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Das aktuelle Heft beschäftigt sich mit folgenden Themen:

Ausgabe 1/2017
Jahrgang 30 Heft 1:

Inhaltsübersicht

Nachrufe / obituaries

Gerhard Besier
Zum Tod von John S. Conway (1929–2017)

Robert P. Ericksen
Remembering John S. Conway (1929–2017)


Aufsätze und essays / articles

Andrea Strübind
Die NS-Religionspolitik gegenüber den Freikirchen

Astrid von Schlachta
Vereint leben oder einzeln zugrunde gehen? Die Mennoniten in der NS-Zeit zwischen Einheitskirche und Kongregationalismus

Thomas Nauerth
»Alles Gute für Hitler«. Der Rhönbruderhof und das Problem der Obrigkeit nach 1933

Johannes Hartlapp
Evangeliumsverkündigung um jeden Preis – deutsche Freikirchen in der Zeit des Nationalsozialismus

Andreas Liese
Wir konnten immer das Evangelium verkünden: Baptisten und Brüdergemeinden im »Dritten Reich«

Herbert Strahm
Die Methodistenkirche im »Dritten Reich«. Thesen zum Weg einer Freikirche unter der nationalsozialistischen Herrschaft

Detlef Garbe
Heilsgewissheit, Glaubensgehorsam und das drohende Gottesgericht.
Verweigerung und Widerstand der Zeugen Jehovas als Reaktion auf nationalsozialistischen Gewissenszwang, Verbote und unerbittliche Verfolgung

Uwe Puschner The völkisch-religiöse Bewegung in the long n de siècle and NationalSocialism

Daniel Heinz
»... Da warst auch du wie einer von ihnen«: Freikirchen und Juden im »Dritten Reich«. Traurige Bilanz und spätes Bekenntnis

Andreas Schmoller
»Rufer in der Wüste« des österreichischen Sozialkatholizismus. Biografische und biografiegeschichtliche Anmerkungen zu Anton Orel

Nadezda Beliakova und Elena Beliakova
Die »Sowjetisierung« der Russisch Orthodoxen Kirche

Uwe Grelak und Peer Pasternack
Akademisch und quasi-akademisch. Konfessionell gebundene Einrichtungen akademischer Bildung und Forschung in der DDR

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